Wettbewerb Hochschule und Region – Pressemeitteilung

HOCHSCHULKOMMUNIKATION UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Pressemitteilung Nr. 49/2015

OTH Regensburg erfolgreich im Wettbewerb „Partnerschaft Hochschule und Region“
Wissenschaftsministerium fördert Aufbau eines neuen berufsbegleitenden Studiengangs „Soziale Arbeit“ an drei dezentralen Standorten in der Region

Mit einem Konzept für einen dezentralen Studiengang Soziale Arbeit hat sich die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) im Wettbewerb „Hochschule und Region“ des Bayerischen Wissenschaftsministeriums durchgesetzt. Gemeinsam mit den drei regionalen Partnern Landkreis Cham, Stadt Abensberg und Stadt Tirschenreuth sowie Trägern der Sozialarbeit wird die Hochschule ein innovatives Studienmodell in der Region Ostbayern umsetzen. „Mit dem Integrierten Dezentralen Berufsbegleitenden Bachelorstudiengang (IDBB) Soziale Arbeit haben wir ein Studienkonzept entwickelt, das erfolgreiches praxisnahes Lernen auf akademischem Niveau auch abseits des Großraumes Regensburg möglich macht und dabei die Nachteile eines normalen Fernstudiums, wie Vereinzelung der Studierenden und vorzeitigen Studienabbruch, vermeidet“, erklärt Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker, Dekanin der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der OTH Regensburg.

Möglich wird das, indem an den drei Standorten in der Region die notwendige Infrastruktur angeboten wird, um regelmäßig Gruppenarbeiten, Seminare und Live-Veranstaltungen durchzuführen. Die regionalen Partner stellen dafür geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung. Diese Angebote vor Ort werden kombiniert mit Online-Lernen und Präsenzphasen an der OTH Regensburg. „Wir freuen uns sehr, dass wir drei Partner für das Konzept gewinnen konnten, die durch ihre Lage und Infrastruktur das Studienangebot in der gesamten Region Ostbayern zugänglich machen.“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg.

Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern der Sozialen Arbeit. Bislang bestehen Absichtserklärungen mit der Jugendbildungsstätte Waldmünchen, der Katholischen Jugendfürsorge und dem Kolping Bildungswerk. Während der im Studium integrierten Praxismodule können die Studierenden bei den Einrichtungen vor Ort Projektarbeiten durchführen und Felderfahrung sammeln. „Auf diese Weise ist eine unmittelbare Anbindung des Studiums an die Bedarfslagen der Praxis sichergestellt“, erläutert Prof. Dr. Barbara Seidenstücker, Prodekanin der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften und fährt fort: „Eine wichtige inhaltliche Fokussierung des Studienganges ist in diesem Zusammenhang der neue Schwerpunkt der migrationssensiblen Sozialen Arbeit. Durch die großen Zahlen an Flüchtlingen, die die bayerischen Gemeinden aufnehmen, besteht in diesem Bereich ein besonders großer Bedarf an qualifizierten Fachkräften.“

Der Wettbewerb „Partnerschaft Hochschule und Region“ wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ausgeschrieben und ist Teil der „Wissenschaftsgestützten Regionalisierungsstrategie“ der Bayerischen Staatsregierung. Die eingereichten Konzepte wurden durch eine Jury aus außerbayerischen Bildungsexperten begutachtet. An der OTH Regensburg ist geplant, für den Studiengang drei neue Professuren aufzubauen, die auch die Lehre an den dezentralen Standorten betreuen sollen. Hinzu kommt der Aufbau der notwendigen technischen Infrastruktur. Insgesamt erhält die OTH Regensburg rund 800.000 Euro pro Jahr. Projektbeginn ist im Herbst 2015, Studienstart soll dann im Wintersemester 2016/17 sein.

Foto: OTH Regensburg

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